Nr. 19: Acústic Celler 2017

Weingut

Albert Jané möchte Erfahrung und Wissen der alten Weinbauern aus Montsant wiederaufleben lassen.
Dafür postuliert er feine Weine mit Persönlichkeit und Eleganz, die Ausdruck dieser alten, „weisen“ Weinberge sind, die „versuchen, ihre Seele, Einzigartigkeit und Tradition auszudrücken.“

Der Name der Kellerei Acústic ist für Albert zugleich Programm: „Es sind akustische Weine, ohne Elektrizität, die den Wert und die Wurzeln des traditionellen Weinbaus fordern – als Gegenpol zur derzeitigen Globalisierung, die Weine voller Schminke und Technologie hervorbringt, denen die Seele
und Einzigartigkeit abhandengekommen ist.“

Der Auditori ist seine Herzensangelegenheit. Bereits mit dem ersten Jahrgang 2005 feierte er sensationelle Erfolge. Auf der Suche nach den besten Parzellen für seinen neuen Wein stieß er auf einen Weinberg mit 80 – 100 Jahre alten prachtvollen Garnacha-Reben, aus denen er einen beispiellos reintönigen und finessenreichen Rotwein schuf, der sämtliche Superlative für sich beansprucht.


Der Name „Auditori“ ist seiner Begeisterung für Akustik-Musik gewidmet: Beim ersten Verkosten fühlt man sich in der Tat in ein großes Konzert-Auditorium versetzt, in dem tosender Applaus für das aufgeführte Meisterwerk aufbrandet. Im Publikum auch wieder dabei: Robert M. Parker, der den Jahrgang 2009 als „killer value“ bezeichnete.

Doch damit nicht genug. Albert Jané kann auch Priorat, und wie! Es war nur eine Frage der Zeit oder vielmehr eine Frage des richtigen Zeitpunktes, bis Albert Jané sich seinen Traum von eigenen Rebanlagen im Priorat erfüllen würde. Dieser war gekommen, nachdem er mit seinen Weinen aus der benachbarten D.O. Montsant für reichlich Furore gesorgt und wertvolle Erfahrungen mit schwierigen Anbaubedingungen gesammelt hatte.


Denn Weinbau im zerklüfteten Priorat mit seinen spektakulär abfallenden Schluchten hatte sich lange keiner mehr zugetraut. Erst seit wenigen Jahren zieht es wieder wagemutige Qualitätsfanatiker auf die mageren, unwegsamen Böden. Albert Jané ist einer von ihnen.


Durch seine Arbeit im Montsant wusste er, was für hervorragende Weine alte Garnacha- und Cariñena-Stöcke unter extremen Bedingungen hervorbringen können. Um den Anspruch auf die Spitze zu treiben suchte er sich uralte Rebstöcke an den steilen Nordhängen des Gebirges, denen er minimalste Erträge pro Hektar abringt.


Das Ergebnis sind erstaunliche Konzentrate mit Tiefe und Balance und einer eleganten, kühlen Stilistik.

Das ist selbst in der sich dynamisch verändernden Weinwelt Spaniens ungewöhnlich, denn dies ist ein absolut junges Weingut (erste Lese 2005), welches mit dem Startschuss in der Elite der Nation angekommen ist. Der Grund dafür liegt in der Persönlichkeit von Albert Jané, der mit einer ganz klaren Vorstellung die Weinwelt betreten hat. Er möchte mit der Weisheit und der bodenständigen Erfahrung der "Alten" die Gegenwart geradezu beleben. Und mit den "Alten" sind einerseits die Vorfahren gemeint, die ihr Land, ihren Boden und die Pflanzen so gut kannten, wie heute kaum jemand mehr, vor allem aber sind die Rebstöcke gemeint, die die Basis alles Weinmachens sind. Albert Jané hat Parzelle für Parzelle besichtigt, erwandert und erspürt und konnte einzigartige Weinberge kaufen und pachten, deren knorriges Kapital 60-, 70,- und 85-jährige Rebstöcke sind. Die Acústic-Weine berichten von der gewachsenen Persönlichkeit und dem Ausdruck der Menschen und der Natur des Montsant. Der Name "Acústic" entspringt übrigens der Musikliebhaberei des Albert Jané und bezieht sich auf die Gegenpositionen der akustischen Instrumente einerseits und der elektrisch/elektronisch verstärkten Instrumente andererseits. Das Weinbaugebiet Montsant liegt etwa 30 Kilometer westlich von Tarragona und hat erst im August 2001 den Status einer Denominación de Origen erhalten. Dass die Region seither einen sagenhaften Aufschwung genommen hat, liegt nicht unmaßgeblich an der wegweisenden Arbeit von Albert Jané und seinen hinreißenden Weinen der Bodega Acústic.

Verifizierung

10 Monaten in Barriques aus französischer Eiche

Sensorik

Im Bukett leicht rauchige Noten, schwarze Kirschen, mineralische Aromen und Tabak, am Gaumen Nuancen von Schokolade, dunklen Früchten und einer betörenden Mineralik.

Gastronomische Empfehlungen

zu Fleischgerichten, Pilzen und Käse

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